Fr 9. Jan. // 20:15 Uhr // St. Foillan
Zeitfenster-Gottesdienst #111
Befreiung und Segen. Warum wir beides brauchen und was das mit Gott und unserer Welt zu tun hat.
Das Leben wird – genauso wie die Bibel – von zwei Dynamiken geprägt: Ereignisse und Begegnungen – greifbar, ereignishaft, vielleicht rettend, befreiend und erlösend. Und dem Segen – still, unsichtbar, kontinuierlich wie das Wachstum einer Pflanze oder der Atem des Christus/Logos, der alles verbindet. Doch unsere westliche theologische Tradition hat sich einseitig auf die großen befreienden Taten Gottes fokussiert, die Erlösungsspiritualität. Das segnende Wirken Gottes, die Schöpfungsspiritualität, wird in unserer Tradition als zweitrangig betrachtet. Das hat fatale Folgen für unsere Zivilisation.

Mit Impulsen aus Bibel, Mystik und indigenen Traditionen hinterfragt Jürgen Maubach: Was verlieren wir, wenn wir Gottes segnende Kraft ignorieren? Und: Wie sähe eine Gesellschaft aus, die nicht nur von „großen Taten“, sondern von Verbundenheit lebt? Was passiert, wenn wir beides zusammendenken – wie in den Weihnachtstexten, wo der Christus/Logos Fleisch wird und sich als „göttliche DNA“ durch die ganze Schöpfung zieht?
Für alle, die mehr wollen als schnelle Antworten und die spüren, dass Spiritualität auch Gesellschaftskritik ist.
Die Moderation hat Madeleine Genzsch.
Die Musik kommt von Veronika Schenck und Georg Souvignier.

Nach dem Gottesdienst gibt es Zeit für gute Getränke und füreinander. Wir freuen uns auf Euer Kommen und das Zusammensein!
Foto: © Depositphotos.com/Nik_Merkulov und lifeonwhite;









