Veröffentlicht: 23.01.2026

15 Jahre „diesseits“

Über 100 Gäste haben mit uns am 31.10.2025 das 15-jährige Bestehen von „diesseits“ gefeiert. Sie wurden von den vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen empfangen, die „diesseits“ ausmachen und ohne die auch dieses Jubiläum nicht denkbar gewesen wäre.

Gleich zu Beginn des Festakts kamen die zu Wort, um die es bei „diesseits“ geht: Teilnehmer*innen aus der Kinder- und der 20+ Gruppe. In einem Film erzählen sie von ihren Erfahrungen bei „diesseits“:
„Fast schon ein Stück Heimat“ – so beschreibt Ina, was der Austausch in der 20+ Gruppe ihr bedeutet. Und immer wieder wird deutlich, dass „diesseits“ für die Teilnehmenden ein Ort ist, an dem sie sich verstanden fühlen; ein fester Platz für ihre Trauer und ihre Erinnerungen, der im Alltag oft fehlt.

Zwei interessante Fachvorträge der renommierten Trauerbegleiterinnen Stephanie Witt-Loers vom Institut Dellanima und Mechthild Schroeter-Rupieper, LAVIA – Institut für Familientrauerbegleitung, machten im Anschluss deutlich, worauf es bei der Trauerarbeit mit Kindern und jungen Erwachsenen ankommt.

Stephanie Witt-Loers zeigte die Vielfalt kreativer Trauerarbeit auf, die vor allem Kindern und Jugendlichen ermöglicht, ihrer Trauer jenseits intellektueller Zugänge Ausdruck zu verleihen.

Mechthild Schroeter-Rupieper betonte unter anderem, wie wichtig es ist, bei den Themen Tod und Trauer klar und ehrlich mit Kindern und Jugendlichen zu kommunizieren, deren Fantasie oft erschreckender sei als die Wirklichkeit.

Im Zentrum des Abends stand auch Maria Pirch, die „diesseits“ vor 15 Jahren mit ihrer Kollegin Adelheid Schönhofer-Iyassu gegründet hat. Die große Wertschätzung und Dankbarkeit für ihre Arbeit war immer wieder zu spüren – in den Rückmeldungen der Gäste, den mitgebrachten Geschenken und den warmen Worten der Referentinnen. Maria Pirch selbst nutzte den Rahmen, um ihren Abschied von diesseits im Mai nächsten Jahres zu verkünden und ihre Nachfolgerin Anna Schlecht vorzustellen, die seit Oktober 2025 die Arbeit bei „diesseits“ unterstützt und zukünftig die Leitung übernehmen wird.

Eine Podiumsrunde mit Corinna Zens (Pastoralreferentin und Leiterin der Kindertrauergruppe Libelle sowie der Jugendtrauergruppe Phönix in Alsdorf), Luisa Kolkenbrock (Koordinatorin für Kinder- und Jugendtrauer in der Region Aachen) und Maria Pirch machte deutlich, was es künftig vor allem braucht, damit sich Kinder und Jugendliche in ihrer Trauer gut begleitet fühlen: Eine Gesellschaft, die die Themen Tod und Trauer aus der Tabuzone holt und finanzielle Ressourcen, um die professionelle Trauerbegleitung zu sichern und auszuweiten.

Einen festlichen Rahmen erhielt der Abend durch die musikalische Begleitung des Bildungswerk-Chores.

Außerdem wurde im Rahmen des Jubiläums ein Kurzfilm gedreht, der einen Einblick in unsere Arbeit gewährt. Den Film finden Sie hier auf Youtube.

Das diesseits-Team bedankt sich bei allen Mitwirkenden und Gästen für einen tollen Abend und ist gespannt, was die nächsten 15 Jahre „diesseits“ bringen werden.

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