Klosterabend

Gemeinsam schweigen, essen, beten

18:30 bis 21:00 Uhr
Heilig Kreuz, Pontstraße

Die einzige Voraussetzung zur Teilnahme ist die Bereitschaft, schweigend die einzelnen Elemente des Abends wahr zu nehmen.

Für einen Abend dürfen Sie sich wie ein Gast im Kloster fühlen. Die Klosterordnung wird für Sie nicht geändert, sondern steht ihnen als eine Möglichkeit zur Ruhe zu kommen, zur Verfügung.

Wie in einem Kloster benediktinischer Prägung werden bestimmten Räumen bestimmte Vollzüge zugeordnet.

Der Abend beginnt am Ort des Gesprächs. Die Gruppe versammelt sich und sich nimmt sich gegenseitig wahr. Eine Vorstellrunde gibt es nicht. Der Ablauf wird noch einmal kurz skizziert und die Möglichkeit für Verständnisfragen oder Hinweise (etwa, dass jemand früher gehen muss) ist gegeben. Dann beginnt das Schweigen, das bis zum Ende des Abends gilt.

Wir stehen in aller Ruhe auf und gehen zur Statio.

Jeweils zu zweit nebeneinander stellen sich alle im Mittelgang auf.

Hier warten wir einige Minuten, um uns auf den Abend einzustellen. Dann gehen alle in bedächtigem Tempo in einer Prozession durch die Kirche. Wir achten auf den Abstand zum Vorgänger. Vor dem Altar angekommen teilt sich die Gruppe nach links und rechts. Wer möchte, macht vor dem Altar eine kleine Verneigung. Nun gehen alle einreihig durch die beiden Seitenschiffe. Währenddessen wird ab und zu ein klösterlicher Gesang vorgesungen. Diese Kreisbewegung vollziehen wir dreimal.

Auf dem Statiogang kommt die Gruppe wieder zum Stehen und spürt dem gemeinsamen Gehen nach.

Auf ein Zeichen hin, begibt sich die Gruppe zum Ort des gemeinsamen Gebets. Suchen Sie sich dort einen Platz aus, der ihnen behagt (ggf. auch mit etwas Abstand zur Gruppe).

Die Lieder und Gebete werden angesagt. Wer lieber nicht mitbeten oder singen will, möge sich völlig frei fühlen einfach zu schweigen.
Nach dem Gebet gehen wir zum Ort des Essens. Jeder sucht sich seinen Platz. Nach dem Tischgebet wird zu nächst ein Kapitel aus der Klosterregel des Hl. Benedikt verlesen. Auf ein Zeichen hin bedient sich jeder selbst. Ein vorsichtiges schauen nach links und rechts sorgt dafür, das ggf. ‚Dinge weitergereicht werden können.

Während des Essens wird mit Pausen vorgelesen.

Auf ein Zeichen hin wird die Mahlzeit in Ruhe beendet und ein Dankgebet gesprochen.

Danach ist Zeit zum freien Gebet. Wer ggf. noch etwas sitzen bleiben möchte, kann dies gerne tun. Alle sind eingeladen nun einen Ort in der Kirche aufzusuchen, an dem man eine Zeit des stillen Gebets verbringen möchte.

Zwei Orte werden besonders vorbereitet:

  1. Der Leseort – wer jetzt lieber in Ruhe einen Text wahrnehmen will, kann dort hingehen. Es liegen kurze Texte aus, die auch mit an einen anderen Platz genommen werden können.
  2. Der Anbetungsort. Wer gerne eine eucharistische Anbetung halten will, kann dies vor dem geöffneten Tabernakel tun.
    Wechseln sie gerne den Ort, wenn Sie merken, dass sie sich woanders wohler fühlen würden.

Nach ca. 20 Minuten gibt es ein Zeichen. Wir versammeln uns wiederum auf der Statio (Mittelgang). Wenn sich alle eingefunden haben, gehen wir gemeinsam zum Ort des Gebets. Nach dem Nachtgebet gibt es drei Möglichkeiten.

  1. Sie möchten sich das Schweigen bewahren und gehen ohne Verabschiedung nach Hause.
  2. Sie möchten den Abend noch etwas nachklingen lassen und nehmen dazu irgendwo in der Kirche Platz.
  3. Sie wünschen einen kleinen Austausch und finden sich dazu am Gesprächsort ein, wo der Abend begonnen hat.
    Hier gibt es die Möglichkeit einen Eindruck zu schildern oder auch eine Frage zu stellen. Eine Diskussion ist an dieser Stelle ausdrücklich nicht gewünscht. Die Erfahrung zeigt, dass dann die Gefahr besteht, dass der Abend „kaputtgeredet“ wird.

Nach dem kurzen Austausch ist die Möglichkeit zu einer Terminfindung, wenn ein Teilnehmer den Wunsch nach einem Gespräch hat.

Alle Schritt des Abends werden angesagt. Sie brauchen sich nichts von dem zu merken, was hier im Detail beschrieben ist.

„Eine beschriebene Musik ist wie ein erzähltes Mittagessen“ – probieren Sie den Klosterabend einfach aus.

Eine Anmeldung ist nicht nötig, aber hilfreich: In allen Pfarrbüros, per Mail: timotheus[.]eller[at]bistum-aachen[.]de oder per Post Timotheus Eller, An der Nikolauskirche 3 in 52062 Aachen oder zwischen 09.00 Uhr und 19.00 Uhr einen Zettel in der Citykirche einwerfen (vorne links neben dem Altarraum Briefkasten in der Doppeltür).

In dankbarer Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat von Hl. Kreuz freue ich mich auf Ihr Kommen
Ihr Timotheus Eller

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